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Eine neue Türzarge einbauen

Im Grunde ist es nicht allzu schwer eine normale Innentür aus Holz einzubauen. Für die meisten Heimwerker ist dies jedoch absolutes Neuland. Und vor allem das Ausrichten des Türfutters wird beim ersten Mal eine Menge Zeit in Anspruch nehmen. Allerdings sollten die weiteren Arbeiten dann schon leichter fallen.

 

Wandöffnung und Türgröße

Die Maße der Türgrößen und Wandöffnungen sind heutzutage genormt (DIN 18101), wenn das Haus in den letzten Jahrzehnten gebaut wurde. Wenn dies der Fall ist, stehen die Chancen also nicht schlecht, dass eine Normtür aus dem Handel umstandslos eingebaut werden kann.

 

Zarge zusammenbauen und einstellen

Die Türzarge wird vorab aus den Einzelteilen zusammengebaut. Die Türfutterteile, welche die Laibungen und den Sturz verdecken, werden je nach Fabrikat mit Schrauben, Flachdübeln oder Klammern und Leim zusammen gebaut. Dann wird die fertige Zarge in die Türöffnung gestellt und provisorisch mit Keilen fixiert.

Nun folgt der langwierigste Teil der Aktion: Die Zarge muss rechtwinklig und gerade ausgerichtet werden. Dies bedeutet, dass sie ein exaktes, senkrecht stehendes Rechteck bilden muss. Es darf keinerlei Neigung nach links oder rechts entstehen. Ebenso müssen die Abstände zwischen den Bekleidungen der Laibungen in verschiedenen Höhen gemessen werden und überall gleich sein. Außerdem müssen die senkrechten Teile genau vertikal stehen. Alle Neigungen zur jeder Seite müssen mit der Wasserwaage überprüft und ggf. nachgerichtet werden.

 

Spreizen setzen und endgültig auskeilen

Setze nun möglichst genau waagrecht in Höhe der Bänder und in Schlosshöhe, drei Türspreizen ein. In Höhe der gesetzten Spreize, keile nun die Türzarge endgültig ein. Prüfe den festen Sitz und die Position der Keile. Gegebenenfalls klopfe die Keile noch etwas fester ein und bei Bedarf setze weitere Keile. Dann noch einmal den Sitz der Zarge prüfen und probeweise das Türblatt vorsichtig einhängen. Teste ob es sich einwandfrei öffnen und schließen lässt. Weder darf sie von alleine zufallen, noch darf sie selbsttätig aufschwingen. Dann hast Du perfekt gearbeitet. Andernfalls musst Du nachjustieren, bis die Zarge präzise steht.

 

Türzarge einschäumen

Ist dies geschafft, hänge das Türblatt wieder aus. Nun kannst Du den Zwischenraum zwischen Wand und Zarge mit Polyurethan-Montageschaum ausschäumen. Bitte die jeweilige Herstelleranleitung der Montageschaumdose gründlich lesen. Setze das Sprühröhrchen auf und bringe den Schaum in den Zwischenraum zwischen Wand und Zarge ein. Bitte sparsam vorgehen und die Lücke nur zur Hälfte füllen – denn der Schaum dehnt sich aus, bis er die Lücke füllt.

Achtung: Der Raum über der Tür wird nicht ausgeschäumt.

PU-Schaum dehnt sich heftig aus und kann dabei gewaltige Kräfte entfesseln. Verwende nach Möglichkeit einen sogenannten spreizdruckfreien Schaum. Bei diesem Schaum ist die  Gefahr deutlich geringer, dass die Zarge beim Ausdehnen deformiert oder gar beschädigt wird. Er ist auch bei Trockenbaukonstruktionen sehr sinnvoll. Denn das Ständerwerk hält die einwirkenden Kräfte nicht unbegrenzt aus. Um die Haftung beim Einschäumen der Zarge zu verbessern, kann man die Wandlaibungen mit Wasser besprühen. Die Zarge sollte dabei allerdings nicht allzu viel Feuchtigkeit abbekommen. Nach dem Ausschäumen warte ca. 1-2 Stunden bis der Montageschaum ausgehärtet ist. Danach die herausgequollenen, gehärteten Schaumüberstände einfach mit einem Cuttermesser abschneiden.

Wenn der Schaum durchgehärtet und somit voll belastbar ist, kannst Du die herausstehenden Keile entfernen und die Tür einhängen.